Auch wenn da draußen miserables Wetter herrscht – Temperaturen knapp über Null, Dank Windchill gefühlt darunter, Schneeregen, alles grau und ohne Farben: Es darf keine Ausreden geben, der Trainingsplan wird gnadenlos durchgezogen!
Heute am 3. Tag steht im Plan von Herbert Steffny der Eintrag Flotter Dauerlauf, was an sich schon eine kecke und irgendwie altbacken anmutenden Bezeichnung ist, und mich darüber hinaus vor eine Aufgabe stellt, die ich nicht lösen kann. Denn ich soll beim gewählten Plan (Marathon in 4:20:00) nach einer Aufwärmphase fünf Kilometer flott laufen bei einer Pace von ca. 6:00 min/km.
Ich kann vieles, ich kann z. B. stur nach Pulsuhr und Dank ihr im „grünen Bereich“ verbleibend bei einer gemütlichen Pace von 6:30-6:40 laufen. Oder ich kann im Wettkampf inzwischen deutlich unter 5:20 rennen. Aber 6 min pro Kilometer ist für mich Wohlfühlgeschwindigkeit, da muss ich nicht sonderlich auf das Tempo drücken, da bin ich, wenn ich einfach vor mich hinlaufe, ohne zu denken. Der Jäger in meinem Unterbewusstsein bekommt aber das Wort „flott“ mit und zwingt den Körper deshalb dazu, Gas zu geben.
Weshalb ich die fünf Kilometer deutlich unter 6:00 gerannt bin – trotz permanenter Kontrolle der Anzeige auf meiner Garmin-Uhr.
Aber wird schon nicht das Ergebnis des Trainings negativ beeinflussen, wenn ich ein wenig mehr Tempo gemacht habe. Schaden wird es nicht.